Chronische Infektionen

Wenn Entzündungen immer wiederkehren

Chronische Infektionen der Harnwege, der Prostata oder der Blase beeinträchtigen viele Menschen über lange Zeit. In der Urologie nehmen diese Beschwerden einen zentralen Stellenwert ein. Die Ursachen sind oft komplex, die Symptome vielfältig. Ziel ist es, den Auslöser zu finden, die Entzündung nachhaltig zu behandeln und Rückfällen vorzubeugen.

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Wichtige Aspekte bei chronischen Infektionen in der Urologie

Häufige Chronische Entzündungen

Unter chronischer Zystitis (Blasenentzündung) versteht man eine wiederholte symptomatische Harnwegsinfektion, die die Harnblase betrifft. Sie wird typischerweise durch Bakterien verursacht. Aufgrund anatomischer Gegebenheiten sind Frauen häufiger als Männer betroffen.
Eine Harnwegsinfektion ist ein Oberbegriff für Infektionen, die verschiedene Teile des Harntraktes betreffen können. Dazu gehören: Harnröhre, Harnblase, beide Harnleiter und Nieren, einschließlich der Blase, der Harnröhre, der Harnleiter und der Nieren.

Symptome

Ursachen

Diagnostik

Therapie

Prophylaxe

Unter chronischer Prostatitis versteht man dauerhafte oder wiederkehrende Schmerzen, die im Bereich des Beckens, perineal (zwischen Hodensack und After) und oder den Genitalien empfunden werden. Es kann sogar mit allgemeinen Krankheitszeichen einhergehen (z.B. Erschöpfung).
Die chronische Prostatitis ist durch eine Reihe von Symptomen gekennzeichnet, die von den Harnwegen und den männlichen Genitalien ausgehen. Um die Diagnose zu stellen, ist es erforderlich, dass die Symptome innerhalb der letzten 6 Monate mindestens 3 Monate lang bestanden.
Obwohl die Bezeichnung „Prostatitis“ geläufig ist, ist unklar, inwieweit die Symptome von der Prostata ausgehen. Die alternative Bezeichnung, chronisches Schmerzsyndrom des Beckens, veranschaulicht die Unsicherheit, die in Bezug auf die Ursache der Symptome herrscht.

 

Das Prostatitis-Syndrom wird in folgender Weise eingeteilt:

  • akute bakterielle Prostatitis
  • chronische bakterielle Prostatitis
  • chronische Prostatitis/chronisches Beckenschmerzsyndrom (Chronic Pelvic Pain Syndrome), unterteilt in entzündlich und nicht-entzündlich
  • asymptomatische entzündliche Prostatitis (Entzündung ohne Symptome).

Symptome

Ursachen

Therapie

Die chronische Prostatitis bzw. das Schmerzsyndrom des Beckens erfordert eine individualisierte Behandlung. In den meisten Fällen ist keine aktive Behandlung notwendig. Kurative Behandlungsformen stehen nicht immer zur Verfügung, und es gibt keinen klaren Konsens unter den Experten, wie die Erkrankung zu behandeln ist.

Prognostisch gesehen ist der Behandlungsverlauf häufig wechselhaft. Die Dauer der Beschwerden kann sich über mehrere Jahre erstrecken. In seltenen Fällen kann sich die Erkrankung aus einer akuten Prostatitis entwickeln.
Die chronische Prostatitis ist psychisch sehr belastend und kann die Lebensqualität stark einschränken. Die meisten Patienten können aber normal am sozialen und Arbeitsleben teilnehmen.

Das chronische Beckenschmerzsyndrom (Chronic Pelvic Pain Syndrome, CPPS) beschreibt anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen im Beckenbereich. Es ist von Schmerzen, die auf eine andere Grunderkrankung (z.B. entzündliche Prozesse) zurückgeführt werden können, zu unterscheiden. Die Schmerzen können auf eine bestimmte Stelle oder ein Organ wie die Prostata, den Penis, den Hoden, den After- bzw. Dammbereich, Rückenbereich oder an mehreren Stellen auftreten. Weitere Symptome können auch Unbehagen oder Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr, sowie Erektionsstörungen sein. Die Ursachen des CPPS sind unklar, aber es wird angenommen, dass es von einer Kombination aus körperlichen, psychischen und Umweltfaktoren verursacht werden kann.
Die Diagnostik beim chronischen Beckenschmerzsyndrom ist individuell und richtet sich nach der Art der Beschwerden und den auszuschließenden Ursachen derselben.

 

Folgende Therapien eignen sich zur Behandlung des chronischen Beckenschmerzsyndroms

Physiotherapie inklusive Erweiterungen mit elektromagnetischer Therapie

Physiotherapie umfasst Übungen und Techniken zur Förderung der Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Körpers. Erweiterungen mit elektromagnetischer Therapie nutzen elektromagnetische Felder, um Heilungsprozesse zu unterstützen und Schmerzen zu lindern.

Mikrowellentherapie, Stoßwellentherapie oder Formen der Akupunktur

• Mikrowellentherapie: Nutzung von Mikrowellen zur gezielten Erwärmung von Gewebe, z.B. zur Tumorbehandlung.
• Stoßwellentherapie: Einsatz von hochenergetischen Schallwellen zur Schmerzbehandlung und Gewebereparatur.
• Akupunktur: Stimulation spezifischer Punkte am Körper, meist durch Nadeln, zur Schmerz- und Symptombehandlung.

Fokussierte psychologische Therapie

Fokussierte psychologische Therapie ist eine gezielte Behandlung, die auf spezifische psychische Probleme und deren Lösung ausgerichtet ist.

Entzündungshemmende Medikamente

Entzündungshemmende Medikamente reduzieren Entzündungen und lindern damit verbundene Schmerzen und Schwellungen.

Medikamentöse Therapie im Rahmen der Prostatabehandlung

Die medikamentöse Therapie bei Prostatabehandlung nutzt Arzneimittel, um Prostatabeschwerden zu lindern oder das Wachstum zu hemmen.

Antibakterielle oder antivirale Therapie

Antibakterielle oder antivirale Therapie ist die Behandlung von Infektionen durch Medikamente, die Bakterien bzw. Viren gezielt bekämpfen.

Phytotherapie

Phytotherapie ist die Behandlung von Krankheiten mit pflanzlichen Wirkstoffen.

Neuromodulative Therapie

Neuromodulative Therapie bezeichnet Behandlungsverfahren, die durch elektrische oder pharmakologische Reize die Nervenaktivität beeinflussen, um Funktionsstörungen zu lindern.

Transkutane elektrische Nervenstimulation

Die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) ist eine Schmerztherapie, bei der elektrische Impulse über die Haut auf Nervenbahnen wirken, um Schmerzen zu lindern.

Perkutane Tibialis-Nervenstimulation

Die perkutane Tibialis-Nervenstimulation ist eine Therapie, bei der durch Hautreize am Schienbeinnerv elektrische Impulse zur Verbesserung von Blasen- oder Darmfunktionen gesendet werden.

Sakrale Nervenstimulation

Sakrale Nervenstimulation ist eine Therapie, bei der elektrische Impulse an die Sakralnerven gesendet werden, um Blasen- oder Darmfunktionen zu regulieren.

Chirurgische Resektion

Eine chirurgische Resektion ist die operative Entfernung von erkranktem Gewebe oder Organanteilen.

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